Das schmerzt! – Die kuriosesten Fußballverletzungen

Schnitte, Brüche, Hundebisse – manchmal mag man es kaum glauben, welche Verletzungen Fußballer auf und neben dem Platz davontragen.

Das jüngste Opfer ist wahrscheinlich Arjen Robben. Der Weltklasse-Flügelspieler des FC Bayern musste auf die Asienreise mit seinem Team verzichten, weil er sich im Urlaub während des Tennisspielens verletzte. In München freut man sich darüber gar nicht. Dabei ist der Niederländer nicht der einzige, der bei Fans und Vereinsverantwortlichen aufgrund von kuriosen Verletzungen für ein Stirnrunzeln sorgt.

Das schmerzt! – Die kuriosesten Fußballverletzungen

Bild: Da sieht man ihn häufig: Arjen Robben sitzt auf dem Grün. Robben zählt zu den meistgefoulten Spielern der Liga – und ist ebenso häufig verletzt.

Manchmal sind es die Fußballstars, wie der erwähnte Arjen Robben selbst, die für allerlei Kopfschütteln in der Fußballwelt sorgen. Manchmal sind es aber auch deren Freunde und Angehörige, bei denen sich manch einer fragen mag: Was war da denn los?

So zum Beispiel die Geschichte des „Crash-Teenies“, der mit 14 Jahren an einem Samstagmorgen die Wand eines Restaurants ramponierte – natürlich mit einem 250 PS starken Mercedes. Beim Jungen 

handelte es sich um den Stiefbruder von Dribbelkönig Karim Bellarabi, der derzeit für Bayer 04 Leverkusen die Fußballschuhe schnürt.

Allerdings war der Wagen natürlich ein Geschenk für den Vater, was den Sohnemann nicht davon abhielt, eine eigene kleine Spritztour mit der Luxus-Karosse zu unternehmen, die neu 70.000 Euro kostet. Verletzungen trug bis auf die Hauswand und der Wagen niemand davon – kurios bleibt die Geschichte trotzdem, genauso wie einige andere unglaubliche Pistolen aus der Fußballwelt. Denn, was viele gar nicht wissen, Fußball zählt zu den gefährlichsten Sportarten der Welt.

Das schmerzt! – Die kuriosesten Fußballverletzungen

Infografik: Das sind die häufigsten Verletzungen beim Fußball.

Platz 4: Wenn Fußballer kochen

Bei so manchen Sportwettenanbieter ist es mittlerweile möglich, auch auf Verletzungen einzelner Spieler zu wetten. Das, was dem ehemaligen Spieler der Glasgow Rangers, Kirk Broadfoot, allerdings 2009 passierte, das war gewiss in keinem Wettportfolio zu finden.

Der Fußballspieler wollte sich am Frühstückstisch zwei Eier zubereiten. Anstatt diese allerdings in heißes Wasser zu geben, beschloss er, die Eier in die Mikrowelle zu legen. Als er diese dann herausnahm und sich auf seinen Teller legte, platzte eines der Eier.

Die Folge: Broadfoot erlitt Verbrühungen im Gesicht und musste ins Krankenhaus. Mittlerweile kann der schottische Fußballspieler zwar wieder gegen den Ball kicken, das Frühstück wird er in naher Zukunft aber lieber nicht mehr selbst zubereiten. Böse Zungen behaupten, seine Spielerkollegen hätten ihm zum 30. Geburtstag einen Eierkocher geschenkt – na immerhin.

Platz 3: Wenn Fußballer nicht lesen können

Die wenigsten Menschen werden wahrscheinlich schon einmal von Richard Wright gehört haben. Der mittlerweile 39-jährige englische Fußballer ist deutschen Fußballfans nicht sonderlich bekannt, in England kennt den Namen aber fast jeder Mensch.

Dies hat aber weniger mit seinen Fußball-Skills zu tun, sondern liegt mehr in einer kuriosen Geschichte begründet, die sich 2006 zugetragen hat. Als der Torwart sich nämlich im Stadion seines damaligen Vereins, dem FC Everton, warmmachen wollte, verletzte sich der Keeper vor dem Spiel am Knöchel.

Soweit ist dies nichts Ungewöhnliches. Faszinierender ist da schon, wie es dazu kam. Wright nämlich machte sich direkt vor dem Tor warm, was eigentlich untersagt ist. Viele Torwarte lassen sich meist neben dem Strafraum warmschießen. Und die Strafe folgte sogleich.

Obwohl direkt am Strafraum ein Hinweisschild platziert war, das die Aufschrift „Hier nicht warmmachen!“ enthielt, setzte sich der Torhüter über diese Anweisung hinweg und verletzte sich wenig später beim Sprung – dumm gelaufen, aber wer lesen kann, ist meist im Vorteil.

Platz 2: Wenn Fußballer im Stall arbeiten

Erfolgreiche Fußballprofis und solche, die es noch werden wollen, haben es nicht immer leicht, zumal gerade im Profisport auf viele Dinge verzichtet werden muss. Und wer nicht gerade beim FC Bayern spielt oder das Glück hat, ein Stück am englischen TV-Kuchen abzubekommen, wird wohl auch nie so richtig reich werden – selbst wenn er nicht gerade am Hungertuch nagt.

Ähnliches gilt wohl auch für den Innenverteidiger Bjarne Thoelke, der in der kommenden Saison beim Hamburger Sportverein angreifen möchte. Eine glorreiche Karriere kann der 25-Jährige nicht vorweisen. Im letzten Jahr stieg er mit dem Karlsruher SC in die Dritte Liga ab. Spielpraxis konnte er während dieser Zeit nicht viel sammeln.

Dabei fing alles so gut an. Mit der A-Jugend des VfL Wolfsburg wurde er Deutscher Meister. Sogar bei den Herren in der Bundesliga durfte der damals 18-Jährige ran. Vielleicht dachten sich seine Eltern gerade deswegen, dass der Junge mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden müsse.

Nur so ist es wohl zu erklären, warum das große Fußballtalent in seiner ohnehin knapp bemessenen Freizeit auf dem elterlichen Bauernhof aushelfen und den Pferdestall ausmisten musste. Dumm gelaufen nur, dass eines der Pferde dies gar nicht so gut fand und den Jungen mit einem Tritt, wie ihn selbst ein Profifußballer wohl nicht hinbekommt, das Kahnbein brach. 18 Monate musste Thoelke pausieren. Es war das vorzeitige Ende einer steilen Karriere. Bleibt zu hoffen, dass ihm nun der Durchbruch beim HSV gelingt.

Platz 1: Wenn Fußballer auf Hunde treffen

Die Mutter aller kuriosen Fußballerverletzungen ereignete sich wahrscheinlich in Deutschland. Wir schreiben das Jahr 1969. Anfang September kam es zum berühmt-berüchtigten deutschen Derby zwischen Dortmund und Schalke.

Als das 1:0 für Schalke fiel, flippte das Stadion aus. Die Gästefans überschritten die Absperrungen und jubelten mit den Spielern. Nur einer kam dabei nicht glimpflich davon: der ehemalige Spieler und Trainer Friedel Rausch.

Dieser nämlich wurde nicht nur von den Fans überrannt, sondern auch von einem Hund angefallen. Jener biss dem Spieler in seinen Allerwertesten. Die Narbe des Bisses darf Friedel Rausch noch heute bestaunen.

Es wird aber noch kurioser: Später stellte sich heraus, dass der Schäferhund eigentlich gar kein offizieller Wachhund war. Ein Fan hatte den Hund mit zum Spiel gebracht, gab sich so als offizieller Ordner aus, um keinen Eintritt zahlen zu müssen und das Spiel direkt vom Spielfeldrand sehen zu können. Den Hund selbst hatte der Mann von seinem Nachbarn ausgeliehen – eine unfassbare Geschichte.

Video: Kaum zu glauben, aber wirklich passiert: Friedel Rausch wird von einem Schäferhund in den Hintern gebissen.