Bahnbrechende Studie lässt vermuten: Probiotika können bei Autismus helfen

Bestimmte Darmbakterien führen zu Veränderungen von Verhaltensdefiziten

Bahnbrechende Studie lässt vermuten: Probiotika können bei Autismus helfen

Wissenschaftler des Baylor College of Medicine in Housten konnten beobachten, dass das Fehlen einer spezifischen Art von Darmbakterien, soziale Defizite bei Mäusen verursachte. Hintergrund dieser Studie ist eine vorausgegangene Erkenntnis, dass ein starkes Übergewicht der Mütter, das Autismus-Risiko der Kinder erhöht. Fettleibigkeit ist mit einem veränderten Darm-Mikrobiom verbunden und außerdem klagten Autismus-Patienten immer wieder über Magen-Darm-Probleme. Ist der Zusammenhang gefunden? Ja! Zumindest konnte eine Studie mit Mäusen genau das bestätigen...

Bahnbrechende Studie lässt vermuten: Probiotika können bei Autismus helfen

Darm-Bakterien beeinflussen soziales Verhalten

Die Forscher fütterten weibliche Mäuse mit einer fettreichen Diät, die bei Menschen einem mehrmals täglichen Fastfood-Konsum entsprechen würden. Als die fettleibigen Mäuse Junge zur Welt brachten, wurden diese drei Wochen nach der Geburt auf eine normale Ernährung umgewöhnt. Nach vier Wochen zeigten die Nachkommen eindeutige Verhaltensdefizite: Sie verbrachten weniger Zeit mit ihren Artgenossen und stießen keinerlei Interaktion an. Durch den Vergleich mit einer Kontrollgruppe, konnten die Forscher feststellen, dass ein spezielles Bakterium bei den Jungen der fettleibigen Mütter um mehr als das Neunfacher seltener vorkam, als in der Darmbesiedlung der Kontrollgruppe. Fazit der Forscher: Probiotika sollten zu Behandlungen von neurologischen Störungen bei Menschen weiter untersucht werden. Möglicherweise ist so eine Möglichkeit entstanden, autistische Verhaltensweisen zu vermindern.