Gewaltspiele vermindern nicht die Empathiefähigkeit ihrer User

Mittels Studie bestätigt.

Gewaltspiele vermindern nicht die Empathiefähigkeit ihrer User

Eine Debatte die zu zahlreichen Kontroversen führte: Führen Spiele mit gewalttätigen Inhalten beim User zu einer Verminderung emphatischer Fähigkeiten? Lange wurde gestritten und Verbindungen zwischen Gewaltattentaten und entsprechenden Computerspielen gezogen. Elternverbände waren sich einig, dass das regelmäßige Konsumieren von Spielen mit gewalttätigen Inhalten zu einer Verringerung des Einfühlungsvermögen führt. Doch nun konnte wissenschaftlich bestätigt werden: Sogenannte "Killerspiele" vermindert nicht die Empathiefähigkeit ihrer Konsumenten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover in einer kürzlich veröffentlichten Studie...

Gewaltspiele vermindern nicht die Empathiefähigkeit ihrer User

Die Studie der Medizinischen Hochschule Hannover sah folgendermaßen aus

Zwei Gruppen mit je 15 Teilnehmern sollten für die Studie Fragebögen ausfüllen und einen Hirnscan absolvieren. Das Ergebnis war eindeutig: Die Gruppe, die regelmäßig Gewaltspiele spielt, ist demnach genauso emphatisch wie Menschen aus der Gruppe, die keine Spiele dieser Art konsumiert hatte. "In der Kernspinuntersuchung waren bei beiden Gruppen jene Hirnareale aktiv, die mit Mitgefühl verknüpft sind. Die Spieler waren - in dieser Hinsicht - völlig normal", so der leitende Wissenschaftler der Studie gegenüber dem Tagesspiegel. Der Ansatz dieser Studie ist durchaus interessant. Doch sollten nicht auch Art und vor allem Intensität des Spielens unterschieden werden? Und können Empathiefähigkeiten allein an Gehirnströme gemessen werden? Weiterfolgende Studien in dieser Hinsicht wären durchaus interessant und gäben ein eindeutigeres Bild über die Ergebnisse.