Das ist wahrscheinlich der erste jemals verteilte Strafzettel in Deutschland

Der Fahrzeugname klingt eher nach einem Wildunfall!

Selbst im 19. Jahrhundert war man nicht vor Strafzetteln sicher, auch wenn es damals kaum Autos gab. Umso empfindlicher waren die Menschen jedoch, wenn so ein neumodisches Gerät durch die Ortschaft "gerast" ist. Deshalb hat sich Herr Gütermann, so der Name des Fahrers, auch recht schnell einen Strafzettel eingefangen!

Wie man so eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt hat, liest Du auf Seite 2.

Das ist wahrscheinlich der erste jemals verteilte Strafzettel in Deutschland

Blitzer gab es damals zwar noch nicht, dafür hatte man aber andere Methoden, Temposünder zu entlarven. Als solcher galt man übrigens schon, wenn man die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h innerhalb geschlossener Ortschaft überschritt. Das war so ungefähr dann der Fall, wenn im Vorbeifahren die Gardinen zu stark geweht haben. Genau das ist Herrn Gütermann auch passiert, also erhielt er dafür einen Strafzettel!

Auf der dritten Seite erfährst Du die Höhe des horrenden Bußgeldes!

Das ist wahrscheinlich der erste jemals verteilte Strafzettel in Deutschland

Der Fahrer musste für seine Raserei gleich 3 Mark bezahlen! Das klingt zwar nicht viel, aber bei einem Kaufwert des Fahrzeuges von etwas mehr als 4000 Mark ist das schon ein beachtlicher Anteil. Dafür hatte der Motor aber auch vier anstatt nur drei PS. Vielleicht ist er deswegen so gerast?

Auf der letzten Seite kannst Du Dir den Strafzettel genau ansehen!

Das ist wahrscheinlich der erste jemals verteilte Strafzettel in Deutschland

Wahrscheinlich hat es sich Herr Gütermann danach zweimal überlegt, ob er mit seinem "Benz Motor-Pferd", so der Name des Automobils, noch einmal so durch die Straßen rast!